Franken

Franken

Das Weinbaugebiet Franken liegt im Nordwesten der Region Franken. Mit etwa 6.237 ha Anbaufläche (Stand 2016) ist es eines der mittelgroßen Anbaugebiete Deutschlands. Der weitaus größte Teil der Rebflächen befindet sich im Bezirk Unterfranken, vor allem im Bereich der Täler von Main, Wern und Fränkischer Saale. Weitere Anteile am Weinbaugebiet hat auch Mittelfranken, und zwar an den Hängen des Steigerwaldes und der Frankenhöhe, im Aischgrund sowie am Mittellauf der Tauber. Ein kleiner Teil liegt im Regierungsbezirk Oberfranken im Maintal nordwestlich von Bamberg sowie in der Stadt Bamberg.

Der Weinbau in Franken geht bis in das 8. Jahrhundert zurück. Dies belegt eine Schenkungsurkunde von Karl dem Großen aus dem Jahr 777 für Hammelburg und 779 für Würzburg. Vor allem Klöster bauten damals Reben zur Herstellung von Messwein an. Im Mittelalter wuchs die Anbaufläche auf fast 40.000 ha.  Franken war damals das größte Anbaugebiet des Heiligen Römischen Reiches nördlich der Alpen. Die Weinanbaufläche übertraf die der Mosel und der links- oder rechtsrheinischen Gebiete bei weitem.[4] Sie schrumpfte im 20. Jahrhundert vorübergehend auf etwas über 2.000 ha.

Heute gibt es im Weinbaugebiet Franken gut 6.200 ha Rebflächen, damit ist es das sechstgrößte Weinbaugebiet Deutschlands. Die Lagen erstrecken sich von Bamberg bis Aschaffenburg. Wegen der oft strengen Winter und der Möglichkeit von Spätfrösten beschränkt sich das bewirtschaftete Gebiet auf geschützte Lagen entlang des Mains und den Hängen des Steigerwalds. Den größeren Teil der Rebfläche bewirtschaften Selbstvermarkter, die die Vinifizierung im eigenen Betrieb mit eigener Kellertechnik durchführen und die Weine selbst vermarkten.

In Franken gibt es viele Kleinstwinzer. 2.916 Betriebe hatten sich zu Genossenschaften zusammengeschlossen, da die Investitionen für Kellertechnik und Vermarktung in dieser Größe nicht zu bewältigen sind. Die größte Genossenschaft ist die Winzergemeinschaft Franken (kurz GWF) mit ca. 1.400 ha Rebfläche.

Quelle: wikipedia