Appassimento

Appassimento

Beim Appassimento-Verfahren kommen die besten Weintrauben, welche natürlich frei von Fäulnis sein müssen, direkt nach der Ernte zur Trocknung auf Holzgestelle in gut belüftete Lagerräume oder auf Dachböden.

Im Laufe von Wochen oder gar Monaten, in denen die Trauben wegen drohender Fäulnis mehrfach gewendet und umgeschichtet werden müssen, schwindet deren Wassergehalt (Appassimento italienisch = Schwund), während die Extraktstoffe, Fruchtzucker und Säure erhalten bleiben.

Je länger und sorgfältiger das Appassimento gemacht wird, desto höher ist das Konzentrat. Kurz bevor die Trauben zu Rosinen werden, beginnt die dann eigentliche Kelterung.

Anlässlich der Novellierung des deutschen Weingesetzes im Jahre 1971, wurde dieses Verfahren, welches in Deutschland unter der Bezeichnung Strohwein bekannt war, verboten. Im Zuge der EU-Weinmarktordnung 2009 zwar wieder erlaubt, jedoch darf der Wein nicht als solcher bezeichnet werden.